shooter
Film: Shooter
Fassung: Paramount HD DVD
Freigabe: KJ
Plot: Bob Lee Swagger (Mark Wahlberg) ist einer der besten Scharfschützen der Welt. Nach dem Tod seines Spähers bei einem CIA Geheimeinsatz wurde er jedoch von der Regierung verleumnet und quittierte seine Dienst darauf hin, bis er eines Tages Besuch von einem Colonel bekommt, der seine Hilfe anfordert. Angeblich stünde das Leben des Präsidenten auf dem Spiel und man benötige sein Fachwissen, um das Attentat zu vereiteln. Bob willigt ein, tappt dabei allerdings in eine Falle, bei der er selbst als Schütze und Mörder beschuldigt wird. Auf seiner Flucht versucht der Ex-Marine seine Unschuld zu beweisen und Rache an den Drahtziehern des Komplotts zu nehmen, dem er selbst zum Opfer wurde.
Review: Der Film zeigt mehr als nur eine ausgeklügelte Verschwörungstheorie, bei der Bob Lee Swagger im Mittelpunkt steht. Hinter dem ganzen existiert noch einiges mehr. Ex-Militärs, CIA, FBI, Senatoren mit Operationen über den ganzen Globus verteilt. Nach und nach wird das Ganze aufgedeckt und ist darüber hinaus noch mit einer Menge Action gespickt, die sich wirklich sehen lassen kann. Seit Duell - Enemy at the Gates wurde die Vorgehensweise eines Heckenschützen - die Geduld, die Tarnung und die tödliche Präzision - nicht mehr so genau gezeigt wie in Shooter. Die knallarten Schießerein, die verwirrten und angsterfüllten Gegner die ihren Feind nicht entdecken können und dazu noch viel Nahkampf und Explosionen. Das alles macht den Film zu einem hervoragendem Popcorn-Actionkino der Extraklasse.
Was fehlt ist der Tiefgang bei den Charakteren. Zwar ist die Hauptperson, die von einem sehr guten Mark Wahlberg gespielt wird detailliert herausgearbeitet, doch bei teils wichtigen Nebenrollen, wie der Witwe seines verstorbenen Partners oder dem jungen FBI Agent der ihm nach dem Durchschauen der Verschwörung zur Seite steht, lässt der Film es ein wenig vermissen. Gerade bei solchen Beziehungen, in denen es in einer solch hitzigen Lage stark auf Vertrauen ankommt fragt man sich allzu oft wieso jemand dermaßen naiv sein Leben für einen eigentlich Fremden aufs Spiel setzt.
Vom Ton auf der HD DVD konnte man etwas mehr erwarten. Feuergefechten und den spektakulären Explosionen fehlt der Krawum-Effekt, der einen erst so richtig mitreißt. Die Bildqualität hingegen ist atemberaubend. Gestochenscharfe Bilder mit einer fast unerreichten Farbtiefe. Und das ganz und gar ohne Griseleffekte, Rauschen oder gar Artefaktbildung. Zu jeder Zeit kann sich der Film hier mit Referenzmedien wie der King Kong HD DVD oder der Blu-ray von Die Insel messen.
Wertung:
Film: 8/10
HD Bild: 10/10
Ton: 6/10
Ausstattung: 7/10
gesamt 7,8/10