Archive for the ‘Comedy’ Category

bandits

Freitag, Juni 13th, 2008

BanditsFilm: Bandits
Fassung: Constantin (Einzel-DVD)
Freigabe: FSK 12

Plot: Joe (Bruce Willis) und Terry (Billy Bob Thornton) sind Bankräuber. Doch wie das Schicksal es so will sitzen sie zusammen im Gefängnis. Als eines Tages Bauarbeiten auf dem Hof stattfinden erkennt Joe die Chance und das ungleiche Paar flieht Hals über Kopf und beginnt eine Reihe von Bankrauben, die sie nicht nur auf der Fahndungsliste immer weiter nach oben treibt, sondern gleichzeitig zu einer Art Prominenten macht. Ihre Vorgehensweise: Am Abend vor dem Coup den Bankmanager kidnappen und morgens früh mit ihm zusammen gefahrlos in die Bank spazieren.
Die Masche scheint wasserfest zu sein, bis eines Tages zufällig die Hausfrau Kate (Cate Blanchett) in ihr Leben tritt und in der ganzen Sache eine Chance zum Ausbruch aus ihrem langweiligen alltag sieht.

Review:Als Joe und Terry aus dem Gefänginis fliehen und eh schon die Polizei dicht auf dem Fersen haben, wieso dann nicht einfach die Chance nutzen und unterwegs, mit nichts anderem als einem Textmarker bewaffnet, schnell noch eine Bankausrauben? Die Idee ist so originell, wie auch der Rest des Films. Der gleichzeitig beherrschte und unberechenbare Joe - exzellent gespielt von Bruce Willis - und der hitzköpfige Angsthase und Hypochonder Terry sind ein Bankräuber-Paar, das schon allein genug Zündstoff für eine rasante Actionkomödie enthält. Doch nachdem die beiden noch auf die geheimnisvolle Kate treffen, erlebt der Zuschauer eine turbolente Geschichte zwischen spannenden kriminellen Parts mit wahnwitzigen Raubüberfällen und Verfolgungsjagden und einer unlgaublichen Dreiecksbeziehung, die sich nach und nach zwischen den Drei entwickelt. Das führt einerseits zu einer verwirrten Frau, die nicht weiß wo ihr der Kopf steht und andererseits zu zwei rivalisierenden Männern die sich um das Weibchen streiten. Eine Konstellation die auf Dauer nur in einem Desaster enden kann, wie Terry schon frühzeitig realisiert: “She is an iceberg waiting for the Titanic.”
Durch die Medien gepusht werden sie schnell landesweit bekannt und bekommen ihre eigenen Fans. Hier wird die Sensationsgeilheit vieler amerikanischer Fernsehzuschauer ordentlich auf die Schippe genommen und den ganzen Film über sieht man immer wieder Ausschnitte einer TV Show, in der ein Sensationsreporter alles andere als originalgetreu über die Banküberfälle berichtet.
Am Ende, bei ihrem letzten Coup geht der Plan erstmals ordentlich nach hinten los und als sei es damit nicht genug, gibt es zeitgleich einen Ausbruch aller angestauten Emotionen bei den beiden Protagonisten, welcher in einem unerwarteten Finale endet.
Das Bild auf der DVD kann mit der inhaltlichen Qualität des Films leider nicht mithalten. Es ist oft unscharf und die Farben hat man auch schon wesentlich besser erlebt. Der Ton hingegen ist gut und der Soundtrack mit bekannten Hits von U2 bis hin zu Bill Weathers scheint für jede Situation perfekt gewählt zu sein. So schafft Just the Two of Us beispielsweise in Anbetracht der Dreiecksbeziehung einen herrlichen Kontrast.
Alles in allem ist Bandits ein sowohl lustiges, als auch emotionales Actionfeuerwerk, das jeder einmal gesehen haben sollte.

Wertung:
Film: 9/10
Bild: 5/10
Ton: 9/10
Ausstattung: 6/10
gesamt: 7,6/10

the curse of the jade scorpion

Dienstag, März 25th, 2008

Curse of theJade ScorpionFilm: The Curse of the Jade Scorpion
Fassung: VCL Einzel-DVD
Freigabe: FSK 6

Plot: Im Jahre 1940 führt das Schicksal C.W. Briggs (Woody Allen) und Betty Ann Fitzgerald (Helen Hunt) als Arbeitskollegen in der Sicherheits- und Ermittlungsabteilung einer Versicherung zusammen. Doch anstatt auf irgendeine Art und Weise Freundschaft zu schließen können die beiden sich auf den Tod nicht ausstehen. Als sie jedoch bei einer innerbetrieblichen Feier von einem zweitklassischen Jahrmark-Magier hypnotisiert und mit einem Codewort belegt werden, hören sie nicht nur auf die Anweisung sich gegenseitig von ganzem Herzen zu lieben, sondern auch auf jeden weiteren Befehl. Was als Party-Gag beginnt, macht sie allerdings schnell zum kriminellen Werkzeug. Wegen ihres umfangreichen Wissens über die Sicherheitssysteme in wohlhabenden Anwesen nutzt der Zauberer sie nach Ende der Show regelmäßig als fernsteuerbare Marionetten für Juwelendiebstähle bei den Klienten der eigenen Versicherung. Doch es dauert nicht lange, bis sie ins Visier der Ermittler geraten.

Review: The Curse of the Jade Scorpion basiert auf einer äusserst originellen Idee. Ein Magier belegt zwei Versicherungsdetektive mit einem Hypnosekodewort und befielt ihnen heimlich per Telefon in Nacht und Nebel Aktionen Juwelen zu stehlen, ohne dass auch nur irgendwer Verdacht schöpft. Woody Allen beeindruckt gleichermaßen als Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent des Films. Die schauspielerischen Talente des Altmeisters stehen ausser Frage und somit liefert sich die Quasselstrippe mit einer würdigen Gegenspielerin Helen Hunt ein ums andere Mal zum schreien komische Wortgefechte, die vor Schlagfertigkeit nur so strotzen. - Don’t worry. Germs can’t live in your bloodstream. It’s too cold! - Man merkt trotzdem schnell, dass die beiden mehr verbindet. Allem Anschein nach hält Miss Fitzgerald ihn zwar für einen chauvinistischen, gealterten Macho und C.W. fühlt sich von einer derart starken Frau bedroht, doch ganz nach dem Prinzip “Gegensätze ziehen sich an” herrscht zwischen den beiden eine Art Hassliebe, die mehr und mehr in echte Zuneigung ummünzt, auch wenn ihre gegenseitige Hilfe oft eher gequält erscheint. Die Tatsache, dass sie im Trance-Zustand tiefe Gefühle für einander hegen und in der Regel nur einer zur Zeit betroffen ist treibt die Komik auf die Spitze.
Auch die weiteren Rollen sind mit Dan Akroyd und der beeindruckenden Charlize Theron als laszive Femme fatal perfekt besetzt.
Durch die vielen wahnwitzigen Dialoge, gut inszenierte Spannung und die ungewöhnliche Geschichte bietet der Film in der toll erzeugten Kulisse der 40er Jahre durchweg eine nie wirklich anspruchsvoll werdene Unterhaltung. Lediglich das etwas zu kitischig geratene Ende passt nicht so ganz ins Bild und zum Stil Allens.
Tontechnisch ist der Film leider eine einzige Katastrophe. Englische und deutsche Sprache liegen wie bei Woody Allens Filme üblich nur in Mono 1.0 Tonspuren vor. Da kann auch die gut passende Filmmusik nicht mehr viel retten. Das Bild ist für DVD Verhältnisse jedoch top.

Wertung:
Film: 8/10
Bild: 9/10
Ton: 3/10
Ausstattung: 6/10

gesamt: 6,8/10